Macht in der Arbeitsplatzmediation

Mediation bei Konflikten zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden

In der Arbeitsplatzmediation ist Macht fast immer ein Teil des Geschehens – insbesondere, wenn es um die Klärung von Konflikten zwischen Führungskraft und Mitarbeitenden geht. Denn Macht zeigt sich in Rollen, Funktionen, Entscheidungsbefugnissen oder in der Frage, wer Verantwortung trägt – und wer nicht.

Oft ist diese Macht nicht offen Thema, sondern wirkt leise: in Zurückhaltung, in Dominanz, im Schweigen oder in unausgesprochenen Erwartungen.

Als Mediatorin begegne ich Macht nicht als Störfaktor, sondern als relevantem Bestandteil des Systems, mit dem verantwortungsvoll umgegangen werden muss, um eine Konfliktlösung zu ermöglichen.

Das erwartet dich!

Macht gehört zum Arbeitsplatz – und lässt sich nicht ausklammern

In beruflichen Kontexten ist Macht häufig an Funktionen und Hierarchien gebunden. Führungskräfte tragen Verantwortung für Entscheidungen und deren Umsetzung, Mitarbeitende sind davon betroffen. Diese Macht kann und soll in einer Mediation nicht „neutralisiert“ oder ausgeblendet werden – denn mit ihr geht auch Verantwortung einher.

Gleichzeitig erlebe ich in Mediationen immer wieder, dass genau diese Macht dazu führt, dass andere vorsichtig werden, sich zurücknehmen oder ihre Perspektive nicht mehr klar äußern.

Wenn aber einzelne verstummen, verliert der Prozess an Tiefe – und Lösungen bleiben oft oberflächlich oder werden von einzelnen nicht mit getragen.

Mein Anspruch als Mediatorin ist es deshalb, Macht sichtbar und bearbeitbar zu machen, ohne sie zu bewerten oder zu entwerten.

Worauf ich achte, wenn Macht im Raum ist

Macht zeigt sich für mich selten nur in Worten. Ich beobachte sehr genau, wie gesprochen wird – und wer nicht spricht. Hinweise können sein:

  • lange Monologe oder häufige Unterbrechungen,
  • auffällige Zustimmung ohne eigene Position,
  • das Umgehen bestimmter Themen oder
  • Körpersprache, Rückzug oder Anspannung.


Diese Signale sind für mich wichtige Wegweiser. Sie helfen mir zu erkennen, wo sich Dynamiken entfalten, die den Mediationsprozess beeinflussen – oft, ohne dass sie bewusst benannt werden.

Meine Rolle als Mediatorin

Als Mediatorin habe ich selbst in gewisser Weise auch „Macht“ – die Verfahrensmacht. Denn die Rolle als Mediatorin verlangt es, den Prozess zu strukturieren und einen Rahmen zu setzen, wie Gespräche geführt werden – um Sicherheit, Klarheit und Orientierung zu geben.

Dabei ist mir wichtig:

  • transparent zu machen, warum ich den Prozess so gestalte,
  • Gesprächsanteile aller Beteiligten ausgewogen zu halten und
  • auch leisen Stimmen Raum zu geben,
  • Verantwortung dort zu lassen, wo sie hingehört.


Die Allparteilichkeit, die ich als Mediatorin unbedingt benötige, bedeutet für mich nicht Gleichmacherei, sondern faire Bedingungen für Verständigung.

Wie gehe ich als Mediatorin mit Macht in der Mediation um

In der Arbeitsplatzmediation arbeite ich mit Interventionen, die Macht nicht verdecken, sondern konstruktiv einbinden. Dazu gehören unter anderem:

  • Eine klare Auftragsklärung, in der Rollen und Entscheidungsbefugnisse benannt werden,
  • Metakommunikation über wahrgenommene Dynamiken,
  • Strukturierung von Gesprächen, wenn Dominanz oder Rückzug sichtbar werden,
  • gezielte Aktivierung stiller Beteiligter,
  • Visualisierungen, um Perspektiven und Verantwortlichkeiten greifbar zu machen.


Ziel ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem alle Beteiligten sich äußern können – ohne Verantwortung zu verwischen oder Hierarchien zu verleugnen.

Warum mir der bewusste Umgang mit Macht so wichtig ist

Macht wirkt – ob wir sie thematisieren oder nicht. In meiner Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Mediationen dann besonders wirksam sind, wenn Macht nicht tabuisiert, sondern reflektiert in den Prozess integriert wird.

Ein sicherer Umgang mit Macht ermöglicht es,

  • Konflikte auf einer tieferen Ebene zu bearbeiten,
  • Interessen wirklich sichtbar zu machen und
  • Lösungen zu entwickeln, die im Arbeitsalltag tragfähig sind.

Genau darin sehe ich meine Aufgabe als Mediatorin: einen sicheren Raum zu gestalten, in dem Unterschiedlichkeit bestehen darf – und Verständigung möglich wird.

Wenn du mehr zu meiner Arbeit erfahren möchtest oder ein individuelles Angebot für eine Mediation oder ein Teamcoaching suchst, melde dich gerne bei mir. 

Ich freue mich, von dir zu hören!

Deine Katharina

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