Das innere Team – Klarheit im Coaching gewinnen

Wie das Modell des inneren Teams hilft, innere Konflikte zu klären, Entscheidungen stimmiger zu treffen und souverän zu handeln

Wir stehen täglich vor wichtigen Entscheidungen oder überdenken unser Verhalten. 

Oft entsteht dabei ein inneres Stimmengewirr, das uns die Entscheidung und unser Handeln scheinbar schwer machen will: Soll ich Neues wagen oder lieber auf Sicherheit setzen? Soll ich auf Leistung achten oder fürsorglich mit mir oder anderen umgehen?

Das Modell des inneren Teams nach Schulz von Thun kann dann ein wertvolles Tool sein.

Es ermöglicht uns, die Interessen und Bedürfnisse der einzelnen inneren Teammitglieder zu hören, zu sortieren und nach einer Lösung zu suchen, die möglichst vielen Interessen gerecht wird.  

Das erwartet dich!

Was ist das innere Team?

Das Modell beschreibt, dass wir Menschen nicht nur eine, sondern viele innere Stimmen haben.

Im ersten Moment erscheint es vielleicht komisch, davon auszugehen, dass wir verschiedene innere Stimmen haben und hören. „Ich bin doch nicht verrückt!“, könnte der erste Impuls sein. Natürlich nicht!

Wer kennt es nicht, sich hin- und hergerissen zu fühlen zwischen verschiedenen Gedanken, Ideen und Wertvorstellungen zu ein und derselben Frage? Genau das ist gemeint, wenn Schulz von Thun vom inneren Team oder inneren Stimmen spricht.

Das Modell hilft uns, die verschiedenen Impulse bewusst wahrzunehmen, zu sortieren und vor allem zu nutzen – für ein klares und stimmiges Handeln.

Ich stelle mir dazu gerne eine Bühne vor, auf der die verschiedenen Mitglieder meines inneren Teams stehen und eine Fragestellung diskutieren. Ich sitze in der Loge, beobachte und höre, wie sie einander unterstützen oder widersprechen oder streiten, ich stelle bei Bedarf Fragen und bilde mir dann (aus der Metaposition) meine Meinung.

Eine Entscheidungssituation im Führungsalltag

Mit einem Beispiel aus dem Führungsalltag möchte ich das Modell verdeutlichen.

Eine Führungskraft überlegt, wer die Leitung eines neuen Projekts übernehmen soll:

  • Der ehrgeizige Anteil drängt: „Nimm die Kollegin x, sie liefert Spitzenleistungen.“
  • Der fürsorgliche Anteil warnt: „Sie ist schon stark belastet, das könnte zu viel werden.“
  • Der sicherheitsorientierte Anteil rät: „Lieber jemanden mit mehr Erfahrung einsetzen.“
  • Der innovative Anteil meint: „Jetzt ist die Chance, jemand Neues wachsen zu lassen.“


Dieses innere „Meeting“ führt leicht zu Verwirrung oder Unsicherheit, wenn keine Klärung erfolgt.

So begleite ich als Coach den Prozess

Als systemischer Coach ist mir klar, dass die inneren Teammitglieder meiner Klientinnen und Klienten unterschiedlich laut bzw. leise, dominant oder zurückhaltend sind. Manche melden sich fordernd und umgehend, andere eher im Nachgang und bereiten dann vielleicht ein schlechtes Gewissen.

Manche inneren Teammitglieder sind uns willkommen, weil sie z. B. den gesellschaftlichen Normen entsprechen und andere finden wir eher überflüssig und wären sie vielleicht sogar gerne los.

Im Coaching stelle ich meinen Klientinnen und Klienten die Fragen, die dabei helfen, die Kernbotschaften der einzelnen – für das jeweilige Thema wichtigen – inneren Teammitglieder zu hören – auch wenn sie leise sind – und helfe dabei, die jeweiligen Bedürfnisse wahrzunehmen.

Denn nur wenn wir die Interessen und Bedürfnisse der Teammitglieder kennen, können wir eine kooperative Lösung entwickeln.

Und das ist nicht viel anders als bei einem Konflikt in einem Team, bei dem ich als Mediatorin fungiere. 

Wie gehen wir mit sehr dominanten inneren Teammitgliedern um?

Gerade bei sehr dominanten inneren Stimmen, die wir womöglich gerne los wären, neigen wir manchmal dazu, uns damit überzuidentifizieren – wie es Schulz von Thun nennt – und zu vergessen, dass uns mehr als eine Eigenschaft oder ein Bedürfnis ausmacht.

Wichtig ist – gerade bei unliebsamen inneren Teammitgliedern – auch darauf zu schauen, wie sie sich hilfreich ins innere Team einbringen bzw. wie sie das auch schon in der Vergangenheit getan haben. Wir reframen.

Stimmige Entscheidungen und souveränes Handeln

Im Coaching erreichen wir so, das Gewirr der Stimmen aufzulösen, alle wichtigen Stimmen bewusst einzubringen, Klarheit für das eigene Vorgehen zu gewinnen und „Frieden“ mit einer Entscheidung zu finden. Denn wenn sich eine Entscheidung ausgewogen und stimmig anfühlt, können wir sie souverän und transparent vertreten und authentisch handeln.  

Wenn du das Gefühl hast, in einem inneren Stimmengewirr festzustecken, begleite ich dich gerne dabei, Klarheit zu gewinnen und tragfähige Lösungen zu entwickeln.

Melde dich einfach bei mir!

Deine Katharina

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